Das panoptische Prinzip

Jeden Tag laufe ich an einem Haushaltswarengeschäft vorbei, das den öffentlcihen Gehweg vor dem Geschäft mit 3 (DREI!) Kameras überwacht. Ich weiß nicht, ob es Atrappen sind, ich weiß nicht ob sie eingeschaltet sind aber ich weiß, dass ich mich beobachtet fühle, wenn ich dort vorbeilaufe.

Ich nehme mir immer vor, dort mal hineinzugehen und nachzufragen aber schiebe es immer wieder hinaus. Und das, obwohl mir dieses Thema eigentlich wichtig ist. Aber … aber ich schaffe es schon noch. In den nächsten Tagen. Oder so.

Wieder auf das Thema gebracht hat mich der Shopblogger mit diesem Video, das auf eine sehr amüsante und ein wenig markabere Art den Unsinn von Kameraüberwachung klarmacht.

Natürlich ist bekannt, dass der Shopblogger selbst auf Kameraüberwachung setzt – aber er tut das mit Hinweisschildern, offensichtlich und in den eigenen Verkaufsräumen. Nicht heimlich auf dem Bürgersteig. Solange ich daran vorbeigehen und mich entscheiden kann, dort nicht einzukaufen und so auch nicht gefilmt zu werden, finde ich es zumindest akzeptabel. Vorerst.

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4 Gedanken zu “Das panoptische Prinzip

  1. …was ja die Frage aufwirft, warum sie denn den Gehweg überwachen. Damit keiner ein Kaugummi auf den Gehweg spuckt??

    Natürlich ist es – und das ziemlich streng – verboten, öffentliche Bereiche mit einer Kamera zu überwachen.

  2. Ich denke, damit niemand mit einem Ziegelstein die Schaufenster einwirft und die … mmm … Eieruhren klaut. Ich werde morgen mal hingehen und sie fragen.

  3. Ob es ist sich um Attrappen handelt oder nicht ist gesetzlich recht egal. Du kannst auch davon ausgehen, dass die Kameras dort eher nicht egal sind. Für die Überwachung des öffentlichen Raums gibt es hohe Hürden, habe gerade selbst mit Hilfe eines Landesdatenschutzbeauftragten den öffentlichen Raum um 2er Kameras beraubt. Infos gibt es in dem Faltblatt “Achtung Kamera!” – Videoüberwachung durch private Stellen. Herausgegeben von den Landesdatenschutzbeauftragten Berlin, Niedersachsen und NRW. Gibt es irgendwo auch online. Auch ohne das gelesen zu haben, reicht eine kurze Mail an den Datenschutzbeauftragten und der schreibt dann den Ladenbesitzer an.

  4. Ich danke Dir, Mark :) Ich habe mich auch ein wenig mit dem Thema beschäftigt, zum Chaos Communication Congress gab es ja auch Infos zu dem Thema und die Datenspuren stehen vor der Tür ;)

    Aber ich werde wohl erst einmal mit den Inhabern sprechen, bevor ich einen Schritt weiter gehe. Vielleicht sind sie ja einsichtig?

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