Fokussierung | Gedankenwald
2009
17
Jun

Fokussierung

geschrieben am 17.06.2009 in Gedankenwald, Persönliches, Stöckchen von Ganayan · 0 Kommentare

Fukus
Immer wieder gibt es Momente in denen ich mir die Frage stelle, ob es nicht sinnvoll sei, mich zu beschränken. Das geschieht meistens, nachdem ich mich lange nicht mehr mit einem Thema beschäftigt habe, und eine Stunde oder länger damit verbringe, mich erneut einzuarbeiten – und dann auf eine Erkenntnis zu stoßen, die mir hilft, mein Problem zu lösen.

Eine Erkenntnis wie

  • TypoScript ist es egal, in welcher Reihenfolge ich es schreibe. Nur logisch sollte sie nicht sein. Wenn der Versuch, eine Referenz zu modifizieren, partout nicht funktionieren mag, versuche doch, die Änderung vorn im Quellcode vorzunehmen, und die Referenz erst ein paar Zeilen weiter überhaupt zu definieren. Logisch, oder?
  • Eine vertikale Liste aus <a> – Tags, die mit display: block; gestaltet sind, hat nur dann auch im Internet Explorer die richtigen Abstände zum Rand, wenn man sie inline setzt. Obwohl sie vertikal sein soll. Natürlich!
  • Die Setter-Methode einer Instanzvariable mit self.variablenname zu setzen, und damit implizit die Setter-Methode aufzurufen ist ne blöde Idee. Hihi – das leuchtet mir jetzt sogar ein!
  • Mit der Prämisse “Oh – auf der Speicherkarte ist noch Platz für 200 Fotos – dann muss ich vor dem gleich stattfindenden wichtigsten Event des Tages ja nicht mehr wechseln!” an dasselbe heranzugehen, ist schon fast ein Heraufbeschwören von Murphy’s Law!
  • Nur weil ich im Quicktime Pro – Exportfenster einstelle, dass es mein Video bitte nochmal in 720p rendern soll (und ich zu faul bin, dafür Compressor anzuwerfen) heißt das nicht, dass die aktuelle Fenstergröße von Quicktime nicht viel, viel wichtiger ist als die explizit angegebenen Dimensionen, und es diese für den Export verwendet.

Naja, ihr kennt sicher alle solche Erkenntnisse. Sie sind wundervoll, wenn sie einem kommen – egal wie lange es gedauert hat – und meist wendet man sie glücklich an, schwört, sich eine mentale Notiz darüber zu machen, und geht beruhigt schlafen. Aber dann… nun – dann frage zumindest ich mich, ob das sinnvoll ist. Ob ich mich nicht auf ein kleineres Tätigkeitsfeld beschränken sollte – und dafür viel effektiver arbeiten könnte.

Nach viel zu viel des Nachdenkens bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass dem nicht so ist. Eigentlich ist es doch schön so, oder? Ich würde mir sonst selbst die Möglichkeit nehmen, etwas anderes zu tun, wenn mir eine Aufgabe zum Hals heraushängt. Und ich denke immer noch, dass ich es irgendwann einmal behalten muss – dass mir eines Tages all die kleinen Kniffe sofort wieder im Gedächtnis sind, wenn ich mit der Arbeit an einem Projekt beginne ;)

Und außerdem – es gibt ja Twitter, gegen das man diese kleinen, speziellen Fragen werfen kann, wenn man gar nicht mehr weiter kommt :)

Falls jemand ein Stöckchen daraus machen mag und mich und die eigenen Leser an solch kleinen Dingen, die das Leben so schwer machen und auf die man stundenlang nicht kommt teilhaben lassen mag – tut es doch :) Ich freue mich auf Trackbacks *lächelt*


geschrieben am 17.06.2009 um 08:23 in Gedankenwald, Persönliches, Stöckchen von Ganayan · RSS 2.0-Feed der Kommentare.
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