2010
19
Feb

Kontraste

geschrieben am 19.02.2010 in Gedankenwald, Persönliches von Ganayan · 0 Kommentare

Ich finde Kontraste wundervoll – und zwar nicht nur auf Fotos, sondern vor allem im Leben. Kontraste zwischen Gefühlen, Situationen, Menschen – ich denke, in der Essenz sind genau diese Unterschiede das, was etwas interessant macht.

Mir ist es gleich, ob es dafür einen biologischen Grund gibt oder nicht – aber ich mag gern mal wissen, wie das andere Menschen so sehen.

Ihr mögt Beispiele?

  • Im Winter kurzärmlig joggen gehen und dann in eine heiße Badewanne fallen
  • Ein sich zum Großteil online abspielendes Leben führen und dann ein verlängertes Wochenende auf einem Mittelalterlager verbringen
  • Faun, Pornophoniquem, Korpiklaani und Blümchen in einer Playlist haben
  • Geek-Shirts bestellen und sich eine Tunika nähen
  • Jede Möglichkeit der Informationsaufnahme nutzen – aber in besonderen Nächten auf einer Waldlichtung liegen und die Gedanken vollkommen leeren
  • Macht und Hilflosigkeit genießen können

Es müssen ja gar nicht immer Extreme sein – aber Abwechslungen sind halt reizvoll. Es muss nicht alles harmonisch ineinanderfließen um schön zu sein – im Gegenteil!

Oder wie seht ihr das?

2009
08
Sep

Ripped Apart

geschrieben am 08.09.2009 in Freunde, Gedankenwald von Ganayan · 0 Kommentare

Schon ein paar Tage trage ich es zerrissen mit mir herum – und wollte so gern etwas dazu schreiben, doch mir schien es nie der richtige Moment zu sein. Die Worte die ich fand, waren alle einfach zu schwach. Nun tue ich es einfach – besser wird es eh nicht.

Nach 162 Tagen ist Ende August mein Wunschband zerrissen. Ich habe es damals von einem Menschen bekommen, der mir sehr wichtig ist. Sie befestigte es mit drei Knoten an meinem rechten Arm – und ich dachte bei jedem einzelnen an den Wunsch, der mir am wichtigsten war. Sie sagte, wenn das Band von allein abfällt – dann wäre die Zeit reif, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.

Außerdem ist die Art, auf die es sich von mir löst, wichtig. Unter fließendem Wasser sei es am wirkungsvollsten – das ist bei mir nicht geschehen, aber trotzdem habe ich es in einer sehr schönen Situation verloren und ich hoffe, dass das das fehlende Wasser etwas aufwiegt.

Nun werde ich die Augen offenhalten – nach dem in-Erfüllung-gehen meines Wunsches. Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich in der Lage sein werde, ihn zu sehen, aber ich denke, das macht ihn sogar noch greifbarer.

Nun hat mich dieses Band über die Zeit sehr beeinflusst. Ganz viele meiner unterbewussten Bewegungen und Gesten hatten damit zu tun – und es ist ein merkwürdiges Gefühl, dass es weg ist. Es verband mich auch immer mit der Person, die es mir gab – und bewirkte, dass ich ständig an sie dachte, wenn ich es berührte.

Nun ist es weg – seit 12 Tagen – und ich dachte, die Gedanken würden damit ein wenig abflauen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Wunschband

2009
17
Jun

Fokussierung

geschrieben am 17.06.2009 in Gedankenwald, Persönliches, Stöckchen von Ganayan · 0 Kommentare

Fukus
Immer wieder gibt es Momente in denen ich mir die Frage stelle, ob es nicht sinnvoll sei, mich zu beschränken. Das geschieht meistens, nachdem ich mich lange nicht mehr mit einem Thema beschäftigt habe, und eine Stunde oder länger damit verbringe, mich erneut einzuarbeiten – und dann auf eine Erkenntnis zu stoßen, die mir hilft, mein Problem zu lösen.

Eine Erkenntnis wie

  • TypoScript ist es egal, in welcher Reihenfolge ich es schreibe. Nur logisch sollte sie nicht sein. Wenn der Versuch, eine Referenz zu modifizieren, partout nicht funktionieren mag, versuche doch, die Änderung vorn im Quellcode vorzunehmen, und die Referenz erst ein paar Zeilen weiter überhaupt zu definieren. Logisch, oder?
  • Eine vertikale Liste aus <a> – Tags, die mit display: block; gestaltet sind, hat nur dann auch im Internet Explorer die richtigen Abstände zum Rand, wenn man sie inline setzt. Obwohl sie vertikal sein soll. Natürlich!
  • Die Setter-Methode einer Instanzvariable mit self.variablenname zu setzen, und damit implizit die Setter-Methode aufzurufen ist ne blöde Idee. Hihi – das leuchtet mir jetzt sogar ein!
  • Mit der Prämisse “Oh – auf der Speicherkarte ist noch Platz für 200 Fotos – dann muss ich vor dem gleich stattfindenden wichtigsten Event des Tages ja nicht mehr wechseln!” an dasselbe heranzugehen, ist schon fast ein Heraufbeschwören von Murphy’s Law!
  • Nur weil ich im Quicktime Pro – Exportfenster einstelle, dass es mein Video bitte nochmal in 720p rendern soll (und ich zu faul bin, dafür Compressor anzuwerfen) heißt das nicht, dass die aktuelle Fenstergröße von Quicktime nicht viel, viel wichtiger ist als die explizit angegebenen Dimensionen, und es diese für den Export verwendet.

Naja, ihr kennt sicher alle solche Erkenntnisse. Sie sind wundervoll, wenn sie einem kommen – egal wie lange es gedauert hat – und meist wendet man sie glücklich an, schwört, sich eine mentale Notiz darüber zu machen, und geht beruhigt schlafen. Aber dann… nun – dann frage zumindest ich mich, ob das sinnvoll ist. Ob ich mich nicht auf ein kleineres Tätigkeitsfeld beschränken sollte – und dafür viel effektiver arbeiten könnte.

Nach viel zu viel des Nachdenkens bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass dem nicht so ist. Eigentlich ist es doch schön so, oder? Ich würde mir sonst selbst die Möglichkeit nehmen, etwas anderes zu tun, wenn mir eine Aufgabe zum Hals heraushängt. Und ich denke immer noch, dass ich es irgendwann einmal behalten muss – dass mir eines Tages all die kleinen Kniffe sofort wieder im Gedächtnis sind, wenn ich mit der Arbeit an einem Projekt beginne ;)

Und außerdem – es gibt ja Twitter, gegen das man diese kleinen, speziellen Fragen werfen kann, wenn man gar nicht mehr weiter kommt :)

Falls jemand ein Stöckchen daraus machen mag und mich und die eigenen Leser an solch kleinen Dingen, die das Leben so schwer machen und auf die man stundenlang nicht kommt teilhaben lassen mag – tut es doch :) Ich freue mich auf Trackbacks *lächelt*

2009
12
Mrz

Deutsch Denken

geschrieben am 12.03.2009 in Gedankenwald von Ganayan · 5 Kommentare

Der CRE-Podcast veröffentlicht ja derzeit am laufenden Band neue und interessante Sendungen *freu* Die letzte handelte vom OpenStreetMap – Projekt und kann hier gehört werden. Und dabei kam mir dann eine Idee.

Das OSM-Projekt dreht sich ja um eine Weltkarte, die von ganz vielen Menschen erstellt wird. Man fährt mit einem GPS-Gerät Straßen und Wege ein und benennt und beschreibt sie – so etwas wie die Wikipedia für Karten. Und man kann alles eintragen – von Straßen über öffentliche Gebäude bis hin zu Briefkästen und den vielzitierten Hundekotmülltütenspendern. Nun ja – und dabei kam die Sprache auf das deutsche Verhalten:

Generell besteht bei uns wohl die Tendenz, nach einer genauen korrekten Weise zu suchen, etwas zu tun. Am besten mit einer Checkliste, aus der man genau ersieht, wie etwas zu tun ist. Das hat in vielen Belangen des Lebens gar keinen Sinn – aber in der Welt von IT und Datenbankabfragen wohl irgendwie schon. Es ist ja blöd, wenn man sich alle umliegenden Briefkästen anzeigen lassen mag, und jeder benennt sie anders.

Mmm … und da dachte ich mir: Wäre es eine Utopie, alle Gegenstände der Welt in ein Netz einzuflechten? Ein Netz, das Gegenstände enthält; deren Oberbegriffe, deren Ableitungen, und Synonyme? Und das jedem Ding eine Adresse gibt – ein ganz, ganz globales Tag? Vielleicht gar als Aufsatz auf die Wikipedia?

So, dass man eine eindeutige ID hat, die beispielsweise einen “Bus” erfasst, der die Pfade beinhaltet, wie zum Beispiel (( Maschine -> Fahrzeug -> Kraftfahrzeug )) und (( Logistik -> Personentransport -> Boden )) und Unterarten wie “Reisebus” und “Stadtbus” und … mmm … wäre das utopisch? Wäre das sinnvoll? Kann man die Welt so kategorisieren?

Mein goth bin ich heute rational *schüttelt sich*

2009
27
Jan

Just a thought

geschrieben am 27.01.2009 in Gedankenwald von Ganayan · 0 Kommentare

Also … wenn ein Professor eine Klausurvorbereitungsstunde anbietet, dann finde ich das fein.

Wenn er darüber hinaus noch auf alle Fragen eingeht, verständliche Antworten formuliert, und zudem noch preisgibt, worin er selbst den Sinn seiner Lehrveranstlatung sieht – woraus man ersinnen kann, welche Prioritäten er den Aufgabenkomplexen in Hinblick auf die Praxistauglichkeit des vermittelten Wissens gewährt, finde ich das großartig.

Es dauerte bis zum fast-Ende des Studiums, dass ich so etwas erleben durfte.

2008
26
Jun

Eine Muse?

geschrieben am 26.06.2008 in Gedankenwald, Persönliches von Ganayan · 0 Kommentare

Gab es die wirklich? Ich könnte es mir vorstellen. Ich finde es erbauend, ein wenig Zeit mit einem bezaubernden Wesen zu verbringen, bevor oder während eine kreative Aufgabe ansteht. Da habe ich Glück – ich habe ja eines zu Hause :) Und … ich weiß nicht, ob es Teil meiner Mentalität ist, doch ich finde es ähnlich fein, so einem Menschen danach das vollendete Werk zu zeigen. Zur Kritik …oder wegen der Anerkennung *grinst*

Fakt ist, dass so etwas motivierend ist. Inspirierende Menschen. Aber nicht nur – das hab ich heute gemerkt. Denn die Umgebung, in der man arbeitet, ist doch mindestens ebenso wichtig.

DSC_0001.jpg

Heute war es ein kleiner grasbewachsener Hügel unter einem Baum. Hui – wie schnell das ging! Ein Freund hat mir erzählt, dass er daheim nur ganz schwer arbeiten könne. Dass er die Zeiten genießt, in denen er bei Freunden ist, und seine (recht faszinierende, kreative und deshalb durchaus freundestreffenkompatible) Arbeit gern in solch einem Kreis macht. Ich kann es ihm nicht verdenken.

Ob ich mich öfter mal raussetzen sollte? Ich muss unbedingt im Auge behalten, ob ich mich nur feiner fühle, oder ob auch die Ergebnisse besser werden.

Wer ist nur auf die Idee gekommen, Menschen zum Arbeiten in graue Bürotürme zu sperren?

2008
14
Apr

Freier Wille, Zufall und das Universum

geschrieben am 14.04.2008 in Gedankenwald, kurioses von Ganayan · 7 Kommentare

Wenn mir langweilig ist, habe ich seltsame Gedanken. Aber genau diese sind es meistens, die mich neugierig machen, was andere davon halten. Mich beschäftigt unter anderem eine Frage seit einer ganzen Weile, und zwar:

Würden wir alle Koordinaten und alle Impulse jedes noch so winzigen Teilchens des Universums zu einem bestimmten Zeitpunkt kennen – könnten wir damit die Zukunft voraussagen?

Die Frage klingt blöd – aber angenommen, wir würden sagen, dass auch unsere Gedanken nur als eine Ansammlung von Teilchen, die neuronale Netze bilden, gesehen werden können die wir zu interpretieren wüssten…. dann wüssten also nicht nur die Position und die Geschwindigkeit jeglicher unbelebten Materie, sondern hätten auch Wissen über die Gedanken und Prämissen sämtlicher Lebensformen – könnten wir voraussagen, was sie tun würden?

Das nähme uns ja den freien Willen, nicht wahr? Dann wäre alles vorherbestimmt, alles wäre quasi Schicksal. Ein grausamer Gedanke.

Aber eines impliziert dieser Gedanke: Nämlich, dass kein echter Zufall existiert. Und dessen bin ich mir nicht so sicher. Einen Würfel- oder Münzwurf kann man in meinem Szenario natürlich genauso leicht berechnen wie das Ergebnis eines ordinären Zufallsgenerators – aber was ist mit wirklichen Zufällen, wie sie in der Natur vorkommen?

Ein Gedankenexperiment aus der Physikvorlesung kommt mir in den Sinn: Ein verstellbarer Laser, der gegen ein Gitter strahlt und damit interferiert. Dahinter bildet sich ein lustiges Strichmuster an der Wand. Nun hat Licht natürlich nicht nur Wellen- sondern auch Teilchencharakter. Stellen wir die Intensität des Lasers nun so weit herunter, dass wir einzelne Photonen beobachten können. Sie treffen auf den Doppelspalt und – ja – sie interferieren auch! Und es ist echter Zufall, welchen Weg sie nehmen, nicht wahr?

Wenn so etwas geht, funktioniert meine Theorie nicht. Dann gibt es kein Schicksal, und mein Weltbild ist gerettet :) Das hat mich wieder glücklich gestimmt.

Nun hörte ich aber von ein paar Leuten, die der Ansicht sind, dass immer, wenn so etwas auftritt – also wenn wir es mit echtem Zufall zu tun bekommen – sich das gesamte Universum teilt – und dass wir in einem Paralleluniversum leben, in dem genau dieser eine Ausgang des Experimentes Realität ist. Mit einem Schlag entstehen so viele Universen, wie das Experiment Ausgänge haben könnte. Freakig, so eine Idee.

So … ja, verzeiht mir bitte, ich musste diese verworrenen Gedanken mal irgendwo ins Netz schreiben damit sie aus meinem Kopf raus sind.

Ich trinke jetzt eine große Tasse grünen Tee und mache mir darüber Gedanken, ob wir in dem Moment, an dem wir wissen, dass all unser Sein vorhersagbar ist, eine Rückkopplung bauen die es wieder unvorhersehbar macht.

2008
07
Apr

Wir wachen auf!

geschrieben am 07.04.2008 in Gedankenwald, Persönliches von mirlith · 0 Kommentare

Es wird sich hier bald wieder einiges tun. Heute habe ich das Blog auf Wordpress 2.5 gebracht (das verlief problemlos *staun*), und bald gibt es ein neues Layout, einen mehr Themen, mehr Einträge und mehr Autoren.

2008
19
Mrz

Mama – wie war eigentlich dein Nick?

geschrieben am 19.03.2008 in Datenschutz, Gedankenwald, Persönliches von mirlith · 2 Kommentare

Hat sich schonmal jemand mit dem Gedanken beschäftigt, dass die Kinder moderner Datenreisender danke Google Cache und dem niemals vergessenden Internet später in der Lage sein werden, einen Großteil des Lebens ihrer Eltern nachzuvollziehen?

Ich spreche ein wenig von den normalen Web 2.0 – Weltenbürgern, aber insbesondere von den heute immer mehr werdenden Digitalexhibitionisten. Youtube und Myspace könnten den Sprösslingen mehr verraten, als Ihr Euch heute vorstellen könnt ;)

2008
04
Mrz

Öko – Terroristen

geschrieben am 04.03.2008 in Gedankenwald, Medien, Persönliches von mirlith · 0 Kommentare

…nennt Pro7 ein paar Umweltaktivisten, die ein Möbelhaus mit hochwertigen Holzmöbeln angezündet haben ohne dabei Menschen zu verletzen.

Ist inzwischen jeder ein Terrorist? Ist es Terror, wenn wir edle Holztische verbrennen? Ich HASSE den so inflationären Umgang mit diesem Wort. In unserer Politik, den Medien und dem allgemeinen Sprachgebrauch.