Gedankenwald | Gedankenwald - Part 2
2007
27
Okt

Du … du musst nichts wissen!

geschrieben am 27.10.2007 in Gedankenwald von mirlith · 2 Kommentare

Du musst nur wissen, wo es steht. Im Netz nämlich.

Wie genau macht man ein .htaccess – redirect? Wie ging nochmal ein php-array und wie war nochmal die Syntax um ein php-Array abzufragen? Was hat der Mediamarkt mit NSDAP-Konten zu tun und wo wohnt meine Kindergartenfreundin? Wie ist das Typo3 TCA aufgebaut und … überhaupt, wer weist mir den Weg durch den TypoScript – Dschungel?

Das Netz liefert die Antwort, und jeden Tag kommen mehr und mehr Antworten hinzu. Ich muss hier sitzen und warten, und der Fundus an Wissen, der mir zur Verfügung steht und in kritischen Situationen schnell abrufbar ist, wächst mit jeder Sekunde. Ein wunderfeines Gefühl. Oder liegt es am Wein, dass ich so denke?

2007
23
Okt

Wie die Werte sterben

geschrieben am 23.10.2007 in Gedankenwald, IT-News, Politik von mirlith · 0 Kommentare

Ist der Kampf gegen Zensur im eigenen Land ein Kampf auf verlorenem Posten – nur weil die Mehrheit zu engstirnig ist, zwischen Prinzipien und Anwendungsfällen zu unterscheiden? Die Great Firewall of China finden alle sooo furchtbar schlimm (naja – die, die wissen was damit gemeint ist), die Proteste in Burma zeigten die Wichtigkeit eines freien Netzes ohne Zensur auf und … und was ist mit der aufkeimenden Zensur in Deutschland?

Die wird einfach nicht beachtet weil man sich lieber auf die Inhalte der zensierten Seiten konzentriert. Grauenvoll! Und komischerweise sind einige dieser Inhalte auch noch von der Sorte, die der Großteil derer die sonst gegen Zensur sind selbst nicht mögen. Aber darum geht es doch gar nicht!

Wenn ein Internetprovider den Zugang zu einer Seite sperrt, dann ist das Zensur die es nicht geben darf. Und wenn es auf der Seite halt Nazipropaganda gibt, dann ist das erst einmal egal. Aber so etwas darf man ja nicht sagen, weil man sich gleich als mit den Inhalten sympathisierendpositioniert – anstatt ,dass erkannt wird dass es hier um die Zensur des Netzes geht.

Sind solche Vorgehensweisen erst einmal an der Tagesordnung, ist die Hürde viel geringer, mehr und mehr unangenehme Inhalte zu verbieten. Pornographie zum Beispiel. Ohne Alterscheck – von YouPorn. Wie lächerlich ist bitte das? Wer ist bitte für den Jugendschutz verantwortlich? Die Erziehungsberechtigten, nicht Provider und Anwälte *seufzt*

Und wohin führt all das? Von Propagandafilmen über Pornos … zu Blogs, die dem regierenden Regime kritisch gegenüberstehen? Sollte mein Provider so etwas wagen, werde ich mal ein Gespräch mit denen führen müssen.

2007
06
Aug

Emos … eine missverstandene Subkultur?

geschrieben am 06.08.2007 in Gedankenwald, Medien, Persönliches, Zitate, kurioses von mirlith · 0 Kommentare

Ein Traum ist das, einfach ein Traum *lacht sich immer noch schlapp*

Im BathLog wird sich gerade ausführlich über Emos ausgelassen – und das kann ich nur unterstützen – doch auch wenn es schwer ist, die Kurzweil der Worte, die Batz in seinem Werk findet, noch zu übertreffen … die Kommentare zum Beitrag schaffen es *grinst*

Lisa meint:
hallo?! hast du voll den arsch offen keine ahnung doch zu allem eine meinung,wa? penner!

oooh ja – spricht da nicht eine zerbrechliche geplagte Seele, deren leise, schwermütige Stimme schüchtern und mahnend aus der Dunkelheit Ihrer eigenen Seele zu uns heraufdringt? So viel Poesie habe ich selten lesen dürfen… nun erst verstehe ich, wie missverstanden diese Menschen sich vorkommen müssen.

Das war nur der Anfang – schaut Euch den Beitrag an und lest mehr davon!

Viel Spaß ;)

2007
14
Jun

Zeitreise mit pro7

geschrieben am 14.06.2007 in Gedankenwald, IT-News, Medien, kurioses von mirlith · 3 Kommentare

Als ich heute, nach langer Zeit einmal wieder, Nachrichten geschaut haben, fiel meine Wahl auf pro7 Newstime. Da – gerade ist es zu Ende – und ich konnte mich nicht zurückhalten gleich mal etwas dazu zu schreiben.

Nicht nur, dass die Themen, die dort den Abend füllten, alle gänzlich veraltet waren – sie waren auch noch mit symbolischem Bildmaterial überhäuft, dass es selbst bildblog.de die Tränen in die Augen getrieben hätte.

Ganz aktuell wurde Google StreetView vorgestellt *gähn*…dicht gefolgt von Safari for Windows.

Am schönsten war aber die Reportage über die Unsicherheit von WEP-Keys. Ich meine…hallo? Wie lange ist es her, dass es aircrack ng gibt? Auf jeden Fall länger als das Veröffentlichungsdatum der letzten Folge Chaosradio Express her ist.

Aber es geht weiter: Ein Prof der Uni Darmstadt wurde interviewt, der mit Phrasen um sich wirft. “Der Hacker kann Ihre Emails lesen!” (Nee, klar.), “Der Hacker kann Ihr Onlinebanking ausspionieren wenn es nicht verschlüsselt ist (Ach? Und welches Onlinebanking ist nicht verschlüsselt?) und “Der Hacker kann auf Ihre Festplatte zugreifen (Wer mit unzähligen offenen Windows-Shares im Netzwerk hockt hat es ja auch nicht anders verdient, nicht wahr?).

Danach kam eine Flut von Symbolfotos und gestellten Szenen, die teils “Hacker” darstellten und teils technische Geräte. Man zeigte, wie bei einem Router das WLAN abgeschaltet wurde und sagte daszu, dass man das WEP nicht nutzen solle, weil es (laut eingeblendetem Kasten mit der Aufschrift: WEP: unsicher. WPA: Sicher. WPA2: Sehr sicher.) nichts taugt.

Wer trotzdem sein WLAN betreibt, lebt gefährlich. Illustriert wurde diese Aussage mit einer Szene, in dem jemand das Netzkabel in eine Fonera reinsteckt…die gar kein WEP kann.

So selten ich Unterschicht-TV schaue – aber lustig ist es ab und an schon, nicht wahr? *lacht* Gibt es eigentlich ein Watchblog für pro7?

2007
08
Jun

Der Weg der Kreativität

geschrieben am 08.06.2007 in Gedankenwald von mirlith · 11 Kommentare

Findet Ihr nicht auch, dass bei Menschen, die nach immer neuen Wegen suchen um Ihre Kreativität auszuleben, ein bestimmter Weg ersichtlich ist?

Ich sehe es so oft, dass viele früh mit der Musik beginnen – vielleicht sogar, weil sie von ihren Eltern dazu gebracht werden, ein Instrument zu spielen. Manchmal empfinden sie dann die Grenzen als zu eng – wenn sie die Musik anderer nachspielen müssen und so – und versuchen, selbst welche zu schreiben…

Gut, die beiden Schritte sind nun in meinem Freundeskreis nicht so verbreitet – doch so habe ich begonnen – und meine folgenden Schritte teile ich mit vielen Menschen. Der erste geht hin zu Fotografie – und dort blieb ich sehr, sehr lange hängen.

Landschaften, Pflanzen, Menschen, gestellte Bilder mit dem Anspruch an Perfektion – damit kann ich mich ewig beschäftigen … und das war auch jahrelang mein Hauptventil für Gefühl – und ist es noch.

Ist es nun Vorbestimmung, dass mich meine nächsten Schritte zu bewegten Bildern führen? Die perfekte Ausleuchtung eines Objektes oder Models setzte sich in Photoshop fort – nun ist es Final Cut.

Es gab die Musik – also die Melodien – und die Bilder … wo bleibt die Lyrik? Die vermisse ich bei mir – und bei einigen anderen, die diesen Weg mit mir teilen. Nicht schmerzlich – aber sie war kaum vorhanden. Merkwürdig…

Dafür finde ich andere Parallelen: Der Hang zu dunklen Szene, die Nähe zum verklärten Mittelalter, zu alten Kulturen, zu mystischen Legenden. Zum Zauber der Nacht, zum Rollenspiel, zu Schwertkampf.

Ist dieser Weg vorbestimmt? Ein Beispiel gefällig? Boris spielt Gitarre, Chris ist Bassist mit eigenem Tonstudio – und beide machen einen Podcast über Fotografie. Seit ein paar Monaten fährt Chris nun auf Filme und Post Production ab. Bestimmung?

Verrät mir jemand den nächsten Schritt? Bitte – lasst mich einen Blick in die Zukunft werfen!