Medien | Gedankenwald
2010
21
Jul

Ausrotten

geschrieben am 21.07.2010 in Medien, Politik von Ganayan · 0 Kommentare

Liebend gern mag ich Vorschläge entgegennehmen, wie man die Inkompetenz aus Managementetagen vertreiben könnte. Beim Medienrauschen gab es den zweiten Teil von “Google macht auf unsere Kosten gewinn” – diesmal von der Telekom, deren Chef hilf- und ahnungslos im Dunkeln stochernd die Worte

Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig.

absondert und damit genau nichts sagt. Oder begründet.

Dazu gab es sogar recht schnell ein Video, in dem mit aller Macht versucht wurde, Fragen auszuweichen und um den heißen Brei herumhzureden:

Damit liegt die Telekom allerdings meiner Meinung nach noch auf Platz drei, hinter den Brüdern “Es kann nicht sein, dass die Tagesschau-App kostenlos ist” und “Google macht mithilfe meines (SEO-Optimierten und mit AdSense zugeklebten) Onlineangebotes Umsätze, das ist ungerecht!

Wir werden schauen, wohin die Entwicklung geht aber – ich habe schon ein wenig Angst.

Update: Es gibt auch vernünftige Worte zur Google-Thematik :)

2010
30
Mai

Rebellen

geschrieben am 30.05.2010 in Events, Freunde, Medien, Mittelalter von Ganayan · 0 Kommentare

Tagtäglich versinke ich in letzter Zeit in Quellcode. Ich liebe es, Probleme zu lösen – vor allem wenn die Lösungen wiederverwendbar und modular sind. Das ist ein feines Gefühl – aber nach vielen Tagen dieser Arbeit von früh bis spät mag man in die Ferne schauen. Mittelalterlager sind wundervoll dafür und ich freue mich unendlich, meinen Engel, meine Freunde, das Eynevolk zu haben die mich dann immer in andere Welten entführen.

Kürzlich entschlossen wir, einem Aufruf von Van Canto, bei deren Livekonzert wir uns dieses Jahr beeindrucken ließen, zu folgen und Szenen für deren neues Video zu drehen. Wir rotteten besagte Menschen zusammen und legten los – es war ein Heidenspaß :)

Da Van Canto aber ganz viele Zusendungen zusammenschneiden mag und mir einzelne Szenen zu langweilig waren, habe ich das was wir drehten kurzerhand so über das Lied gelegt, dass es eine (hoffentlich erkennbare) geschichte ergibt.

Viel Spaß dabei :)

2010
16
Apr

Im Königreich Camelot

geschrieben am 16.04.2010 in Events, Freunde, Medien, Mittelalter von Ganayan · 2 Kommentare

Der Frühling – ach, was sage ich – der Sommer ist da! Es ist wundervoll warm draußen und nach unserem Osterturnier fühle ich eine Menge Tatendrang. Zum Glück steht dem unter der Woche viel Arbeit entgegen – des Abends Zeit mit meinem Engel und manchmal auch mit dem Laptop auf der Waldlichtung – und an den Wochenenden Zeit mit unseren Freunden.

Manchmal kommt dann so etwas dabei raus (mit Maugrause als sächsische Prinzessin):

2010
22
Mrz

Mit Vollgas gegen die Wand

geschrieben am 22.03.2010 in IT-News, Medien, kurioses von Ganayan · 2 Kommentare

Ich mag manchmal die Hände vor den Kopf schlagen und hysterisch lachen und … und dabei weinen. Ein wenig unter meinem Radar war der Artikel des Manager-Magazins, der davon berichtet wie sehr die Telekom ihre Rolle missinterpretiert, bis netzpolitik.org ihn heute an mein Tageslicht gezerrt hat.

Worum es geht? Nun – kurz gesagt möchte die Telekom in ihrer Eigenschaft als ISP erfolgreichen an Netzangeboten, die vielleicht direkt oder indirekt Geld damit machen, dass sie Besucher haben, mitverdienen. Da fragt man sich doch: Warum?

Als Ungleichgewicht bezeichnet Herr Obermann den Fakt, dass Anbieter von Diensten Geld mit diesen verdienen können. Und das unter anderem dadurch, dass Kunden der Telekom auf diese zugreifen! Ich meine – wo bleibt denn dann der ISP? Der bekommt in diesem Fall nur Geld vom Endnutzer, und … und muss damit den vielen Traffic bezahlen (oder das, was nach Peering-Deals noch davon übrig ist).

Es macht mich krank, dass die Provider für Endkunden – egal ob DSL, Kabel oder Mobil – mehr und mehr meinen, sie seien mehr als ein verdammtes Kabel. Vergesst es! Ihr seid dazu da, meine Daten so schnell wie möglich von A nach B zu bringen.

Ohne sie zu zensieren, blockieren, überwachen, verlangsamen, bevorzugen – und auch ohne von der Gegenseite Geld dafür zu verlangen.

Denn die Gegenseite bezahlt auf Ihrer Weise für Ihren Netzanschluss – oder handelt Deals zum Tausch von Traffic aus. So einfach ist das.

Verlangt ein Finanzdienstleister höhere Zinsen, wenn ich mit geliehenem Geld lukrativere Geschäfte mache? Will mein Telefonanbieter von einem Hotel Geld, wenn ich dort telefonisch ein Zimmer reserviere? Ich hoffe nicht!

Dieser Schwachsinn reiht sich ein in eine Ansammlung sich häufender Fälle, in denen netzinkompetente Entscheidungsträger auf die reale Welt losgelassen werden. Ihr macht mir Angst. Lasst den Schwachsinn. Beschäftigt Euch mit einem Medium – denkt ein wenig nach, lasst es analysieren von Menschen, denen ihr vertraut. Und trefft dann Eure Entscheidungen.

2010
24
Feb

Mittelalter meets Facebook

geschrieben am 24.02.2010 in Events, Medien, Mittelalter, Persönliches von Ganayan · 0 Kommentare

Hihi – passend zum Kontraste-Beitrag mache ich gleich Nägel mit Köpfen und spendiere für die kommende Mittelaltersaison unserer Ritterschaft, dem Eynevolk, eine Facebook-Seite und einen Twitteraccount. So war zumindest der Plan.

Aber – in der schönen neuen Welt ist meist nur die Oberfläche glänzend. Nur Privatpersonen dürfen Facebookprofile haben – Gemeinschaften bekommen “Seiten”. Gut – da legte ich eine an – aber der Support für diese ist mehr als dürftig. Mein schönes Aperture 3 hat eine tolle Facebook-Implementation. Für Profile – nicht für Seiten. Um nun das Fotoalbum der Ritterschaft zu füllen muss ich mich mit dem Browser-Uploader herumschlagen. Mau.

Dieser mag meinen lokalen Proxy nicht – und ist auch so unglaublich unstabil. Habt ihr Ideen für Workarounds?

Von unterwegs, mit der Facebook-iPhone-App, kann ich auch keine Updates im Namen des Vereins machen – nur private Kommentare unter meinem eigenen Namen. Bilder und Videos funktionieren dafür auch nicht! Und – meine eigenen, privaten Galerien kann ich auch nicht einfach in den Vereinsbereich übertragen oder dort referenzieren. Ich hoffe, dass Facebook da nachlegt – ich finde, es ist nicht all zu weit hergeholt, diese Ansprüche zu haben.

2009
23
Jul

trnd und Bildlein

geschrieben am 23.07.2009 in Fotografie, Freunde, Medien von Ganayan · 0 Kommentare

Ich habe mich jetzt auch bei diesem … diesem trnd angemeldet. Eigentlich hat mich die Lady Nina darauf gebracht. Sie durfte doch tatsächlich kostenlos ein Photobuch reviewen – ich war richtig neidisch! Ich habe damals für ganz besondere Freunde mit Aperture eines gemacht – und sie waren beeindruckt und wunderglücklich über das Resultat. Aber – billig war es nicht gerade. Ich hätte zu gern verglichen was es noch so gibt.

Nun, trnd kann mir dabei nicht mehr helfen. Die Aktion ist schon vorbei – aber vielleicht erbarmt sich ja Lady Nina und gibt mir einen Ihrer Gutscheine? Ich könnte das Resultat nicht nur mit dem Aperture-Buch vergleichen, sondern hätte mit dem W:O:A sogar ein schönes Thema für ein Buch *schmunzelt*

Das erste trnd-Projekt, für das ich mich beworben habe, hat übrigens mit Weizenbier zu tun. Mal schauen ob sie mich nehmen ^^

trnd

2009
19
Mai

Seize the day

geschrieben am 19.05.2009 in Fotografie, Freunde, Medien von Ganayan · 0 Kommentare

Nach einer langen Zeit, in der ich mehr oder weniger nebenbei auf Events fotografiert habe – oder für Kunden Produktfotos macht – habe ich endlich mal wieder ein Opfer gefunden – für ein Shooting, das sich um einen Menschen dreht.

Als Kontrast zu “Memento Mori” habe ich letzte Woche mit Anne einige Aufnahmen zum Thema “Carpe Diem” gemacht – in der Natur – voller Farbe und Lebendigkeit.

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Ich hoffe Euch – und vor allem Ihr – gefallen die Ergebnisse *lächelt*

2009
21
Apr

Abgeschnitten

geschrieben am 21.04.2009 in IT-News, Medien, kurioses von Ganayan · 2 Kommentare

…von der Außenwelt. Wie von Macnotes bestätigt bin ich nicht der einzige, der vom heutigen bundesweiten Netzausfall von T-Mobile betroffen war. Ein wenig fühle ich mich ja wie die Zielgruppe von diesem Typen hier…

…aber mal ehrlich – T-Mobile beschäftigt sich damit, die Netzneutralität in Grund und Boden zu stampfen, das Internet zu zensieren und unsere Vertragsfreiheiten einzugrenzen – ganz abgesehen davon, dass sie monatlich ein Heidengeld von mir bekommen – wäre es nicht angemessen, erstmal dafür zu sorgen, dass ich twittern kann?

Telefonieren wäre ja nicht so wichtig…

2009
17
Apr

Es darf zensiert werden.

geschrieben am 17.04.2009 in Datenschutz, Medien, Politik von Ganayan · 2 Kommentare

Heute ist ein schwarzer Tag für Deutschland. Denn heute, am 17. April 2009, trafen sich die größten deutschen Internetprovider mit der Bundesfamilienministerin von der Leyen und unterzeichneten einen Vertrag, in dem sie sich verpflichteten, kinderpornographische Inhalte aus dem Internet herauszufiltern.

Eine “freiwillige Zensur” wird dieses Vorgehen genannt, und dass man einen Sachverhalt wie die Kinderpornographie vorschiebt, um die Provider gefügig zu machen und die Bevölkerung schon einmal an chinesische Verhältnise zu gewöhnen wundert nicht. Kaum ein Anbieter, der in der Öffentlichkeit steht, wird sich mit einer Verweigerung den ungerechtfertigten Ruf eines Befürworters von Kinderpornographie zuziehen wollen. In dieser Liste könnt ihr nachschauen, ob Euer Provider die Courage hat, diesem Schwachsinn entgegenzuhalten – oder ob ihr wohl besser wechseln solltet, um ein Zeichen zu setzen.

zensur.jpg

Oh, versteht mich nicht falsch: Die fragwürdigen Inhalte bleiben im Netz verfügbar und für jedermann erreichbar. Diejenigen, die über die Provider, die sich an der Zensur beteiligen online gehen, haben es nur drei Klicks schwerer, die betreffenden Seiten aufzurufen. Es wird also am Grundübel rein gar nichts geändert, es wird eher noch geholfen, das Thema totzuschweigen.

Aber darum geht es ja gar nicht. Es geht ja darum, in Zukunft auch andere Inhalte sperren zu können und eine Infrastruktur zu schaffen, nicht wahr? Politisch alternative Inhalte. Moralisch fragwürdige Inhalte. Urheberrechtlich geschützte Inhalte.

Bye, bye Freiheit. Ein schwarzer Tag.

2009
12
Mrz

Schießtraining

geschrieben am 12.03.2009 in Medien, Politik, kurioses von Ganayan · 2 Kommentare

Ich hätte das Interview gar nicht gelesen, wenn ich nicht darauf aufmerksam gemacht worden wäre: Das moderierte Tagesschau-Chatinterview mit Thüringens Innenminister Karl Heinz Gasser (CDU) zum aktuellen Thema. Ich denke, wir haben alle die Halbwahrheiten und aus-dem-Bauch-Entscheidungen satt, die auf den Tisch kommen, wenn es um sogenannte “Killerspiele” geht, und sind es gewohnt, bei den diversen Berichten in den Medien ungläubig den Kopf zu schütteln. Das ist seit einiger Zeit auch meine Meinung.

Doch das verwunderte Augenreiben und die Ungläubigkeit, dass ein denkender Mensch solche Behauptungen aufstellt, wurden beim Lesen dieses Interviews noch einmal übertroffen. Der von der Tagesschau eingefügte Titel “Killerspiele machen Amokläufer fit” trifft es schon ganz gut – ich möchte Euch die Highlights nicht vorenthalten:

[...] Dies ändert aber nichts daran, dass ich zum Beispiel mit den anderen Mitgliedern der Gutenberg-Kommission zu dem Massaker in Erfurt feststellen musste, dass Steinhäuser sich über Monate und Jahre die Voraussetzungen für sein Verbrechen geschaffen hat, indem er ein hohes Maß an Fertigkeiten durch Killerspiele erworben hat. Ohne dies wäre es ziemlich ausgeschlossen gewesen, dass er es geschafft hätte, 16 Menschen innerhalb von circa zehn Minuten zu ermorden.

Na klar! Ich meine – wir wissen ja alle, wie realistisch so eine Maus sich anfühlt – gerade bei First-Person-Shootern, und dass die Killerspielespieler beim Bund immer am besten geschossen haben. Vor allem, wenn sie mit so etwas trainiert haben:

Killermaus.jpg

Da wäre es ja vollkommen sinnlos, über eine Änderung der Waffengesetze nachzudenken – oder … noch utopischer – über die psychologische Betreuung von Kindern und die Ausweitung der Verantwortungsbereiche der Lehrer.

Aber, dass man allein mit einer Maus keine Menschen erschießen kann, räumt Herr Gasser dann doch ein:

Natürlich wären die Verbrechen bei Amokläufen nicht ohne scharfe Waffen möglich gewesen. Und man hat ja aus dem Besitz solcher Waffen Konsequenzen gezogen in der Bundesrepublik bezüglich des Waffengesetzes und der Kontrolle von Waffenscheinen – auch bei Sportwaffen, Schützenvereinen et cetera. Bei Steinhäuser war feststellbar, dass die von ihm verwendeten Killerspiele ihn zu einer unglaublichen Zielgenauigkeit geführt haben und er bei seinem Amoklauf durch das Gutenberg-Gymnasium nur aufgrund dieser monatelangen Übungen in der Lage war, eine solche Anzahl von Menschen zu erschießen, obwohl er keineswegs ein sportlicher Typ war.

… was? Schon wieder? Also … ich glaube, wir brauchen ein paar Stimmen der Vernunft. Die gab es in dem Chat auch:

Sie glauben nicht ernsthaft, dass es das gleiche ist, eine Maus zu bewegen, die 200 Gramm wiegt, und eine Waffe, die Kilos wiegt…

[…]

Als ehemaliger Bundeswehrsoldat habe ich mit echten Waffen schießen müssen. Die Treffsicherheit habe ich durch Shooter nicht verbessern können. Der Vergleich hinkt.

[…]

Ach, kommen Sie. Hat er nicht viel eher durch Schusstraining die Zielgenauigkeit erlangt? Und wie war bitte feststellbar, dass es durch die PC Spiele zu dieser Genauigkeit gekommen ist?

…aber dort besinnt er sich auf sein Politiker-Basic-Skillset und lenkt ab, wechselt das Thema und geht nicht weiter darauf ein. Sehr schade.

Ich bin immer der Meinung, dass es Politiker nicht so schwer haben. Sie haben Gremien, die Informationen vollkommen aufbereiten und herunterbrechen. Was übrig bleibt ist einzig eine Entscheidung. Diese muss konsistent sein, mit dem Kurs der Partei, und sie müssen dahinter stehen, sie verteidigen. Sie begründen können, und ihre Beweggründe nachvollziehen.

Ich glaube, dass das leicht ist. Berichte durchlesen, in denen auch schon Argumentationsketten stehen – für Pro und Contra, und sich darauf basierend eine Meinung bilden. Doch wenn man aus dem Bauch heraus entscheidet, nach persönlicher Meinung, und dann plötzlich mitbekommt, dass das Thema etwas komplexer ist, als man es vorher dachte, und merkt, dass man sich doch besser informiert hätte … das ist schon peinlich. Finde ich.

Dieser Hang geht aber scheinbar mit dem Amt des Innenministers einher. Egal ob für Bund oder Land.